Neuer Gesundheits-Standort
WIS baute Wohnungen zu Geschäftsräumen für Villa Lebensbogen in Vetschau um
23.3.2026
Es ist geschafft: Die Villa Lebensbogen konnte ihre neuen Räumlichkeiten in der Vetschauer Juri-Gagarin-Straße 24 und 25 beziehen. Bereits im Dezember richteten sich die Physio- und Ergotherapeuten ihren Empfangsbereich sowie die Therapieräume ein. Ende Februar bezogen Verwaltung und Pflegedienst ihre Büros. Seit 2023 haben der Gesundheitsdienstleister und die WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH intensiv an der Realisierung des neuen Pflege-, Therapie- und Beratungszentrums gearbeitet.
Mit der Ankündigung, dass die WIS mittels Fusion die Wohneinheiten der ehemaligen Wohnbaugesellschaft Vetschau (WGV) übernimmt, suchte Susen Nowara vor drei Jahren den Kontakt zur Geschäftsleitung des Wohnungsvermieters. Schon länger hegte die Villa Lebensbogen den Wunsch, ihre Geschäfts- und Dienstleistungsbereiche an einem Standort in Vetschau zu bündeln. „Bislang gab es jedoch keine Räumlichkeiten, die groß genug waren. Die WIS reagierte sehr schnell, war von unserem Vorhaben angetan und machte schließlich unseren Platzbedarf ganz individuell nach unseren Anforderungen möglich“, berichtet die Prokuristin und Projektmanagerin glücklich.
WIS Spreewald investierte 1,5 Millionen Euro in Gesundheitszentrum
„Für das Bauprojekt haben wir neun der 24 vorhandenen Wohnungen in Geschäftsräume umgebaut. 510 Quadratmeter Gewerbefläche wurde so geschaffen. Rund 1,5 Millionen Euro hat die WIS in diesen Umbau inklusive Neugestaltung der Außenanlagen und Parkplätze investiert“, berichtet WIS-Projektleiter Lars Primke. Im Erdgeschoss der Nummern 24 und 25 befinden sich Physio- und Ergotherapie. Der Bereich ist barrierefrei über eine extra geschaffene Rampe erreichbar. Über die neuen Sozialräume mit abschließbaren Schränken und den sanitären Anlagen im ersten Obergeschoss der Nummer 25 freuen sich vor allem die Mitarbeiter. Funktionsräume bieten Platz und Ruhe, um die nötigen Berichte zu schreiben, im Dienstzimmer beginnen und beenden die Mitarbeiter der Pflege ihre Schicht – ihre digitalisierten Touren haben sie auf Tablets dabei. „Teilweise legen unsere Pflegekräfte 300 Kilometer am Tag zurück. Sie sind in einem Radius von 15 bis 20 Kilometern in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße unterwegs“, verrät Jana Nowara, eine der beiden Geschäftsführenden und Unternehmensinhabern. Der Pausenraum inklusive Küchenzeile trage zum Mitarbeiterwohl bei. „Neben einem Wasserspender mit Quellwasser gibt es auch einen Kaffeeautomaten, der keine Wünsche offen lässt. Das sorgt für gute Stimmung am Morgen.“
Grundanliegen der Villa Lebensbogen sei die ganzheitliche Versorgung. „Wir möchten Men-schen von Beginn bis zum Ende ihres Lebens betreuen – daher auch unser Name Lebensbo-gen“, erzählt Thomas Schlott, ebenfalls Geschäftsführer und Inhaber. Die jüngste Patientin sei aktuell drei Jahre alt, der älteste 96. Gerade für die Kinder, die zur Ergotherapie kommen, freue man sich über die neue Therapieschaukel – „das ging vorher baulich nicht“. Den älteren Mitbürgern wolle die Villa Lebensbogen helfen, ihr Leben längstmöglich in ihren eigenen Wohnungen im Quartier zu verbringen. „Am Quartiersmanagement arbeiten wir gerade intensiv. Wir möchten gerne Anlaufstelle für die Menschen in Vetschau und Umgebung sein und sie entsprechend ihren Fragen und Anliegen an die zuständigen Unternehmen und Dienstleister weitervermitteln. Das gibt gerade den älteren Menschen Sicherheit. Sie wissen, an wen sie sich bei Bedarf wenden können“, betont Susen Nowara. Hierbei möchte die Villa Lebensbogen im Sinne eines großen Netzwerks mit allen Einrichtungen und Trägern vor Ort zusammenarbeiten, die verschiedenen Kompetenzen zusammenbringen. „Dies unterstützen wir gern. Dass unsere Mieter möglichst lange selbstständig in ihrem gewohnten Wohnumfeld, in ihrem Zuhause bleiben können, liegt auch uns am Herzen. In Lübbenau haben wir dafür sogar spezielle Wohnhäuser mit Service geschaffen. Das planen wir in Vetschau ebenfalls, in der Heinrich-Heine-Straße 11 bis 15“, informiert Michael Jakobs.
WIS Spreewald plant weitere Maßnahmen in Vetschau
Ambulante Eingliederungshilfe bietet die Villa Lebensbogen in ihrem neuen Pflege-, Therapie- und Beratungszentrum ebenfalls an. „Wir unterstützen Menschen mit einem gewissen Grad an Behinderung bei der Bewältigung ihres Alltags, beispielsweise bei Behördengängen oder Einkäufen. So können sie möglichst selbstständig ihr Leben führen.“ Lediglich die Bereiche Fußpflege und Kosmetik der Villa Lebensbogen bleiben weiterhin in den Räumen in der Bahnhofstraße. „Der dafür benötigte Platzbedarf ist an dem neuen Standort nicht gegeben. Das Haus wird ja weiterhin bewohnt.“ Auch die Mieter werden sich über die neu gestalteten Außenanlagen freuen, die aktuell noch vollendet werden. Das Objekt sei ein weiteres Aushängeschild für Vetschau/Spreewald. Der Standort am neuen Kreisverkehr Wilhelm-Pieck-Straße/Juri-Gagarin-Straße wecke bereits Aufmerksamkeit. „Wir haben definitiv mehr Personal- und Kundenzulauf“, bekennen die Verantwortlichen.
„Wir freuen uns, die Villa Lebensbogen hier in Vetschau zu haben und sind stolz, dieses Projekt gemeinsam umgesetzt zu haben. Im Hinblick auf die zukünftige Altersstruktur der Gesellschaft sind solche ganzheitlichen Gesundheitsangebote enorm wichtig. Wir wollen, dass sich die Einwohner in Vetschau wohlfühlen“, betont Michael Jakobs. Neben den passenden Wohnräumen seien dafür auch die Infrastruktur inklusive gesundheitliche Versorgung sowie attraktive Freizeitangebote nötig. „Am Markt planen wir darum ein Restaurant und Café, um einen großen Wunsch der Vetschauer zu erfüllen. Zahlreich wurde dieser bei unserer letzten Mieterumfrage benannt.“ Die Zusammenarbeit mit der Villa Lebensbogen werde weitergehen. So könnten sich beide Partner ein von dem Gesundheitsdienstleister betriebenes Inklusionscafé am geplanten neuen Geschäftssitz der WIS in der alten Feuerwehr vorstellen. Mit ihren Tätigkeiten in der Spreewaldstadt Vetschau konnte die WIS Wohnungsbaugesellschaft den im Jahr 2023 übernommen Leerstand in den zugehörigen Wohneinheiten von mehr als 25 Prozent bereits um zwei Prozent senken. „Es ist Geduld gefragt. In Lübbenau hat es auch Jahre gedauert, bis wir bei den aktuell rund zwei Prozent Leerstand angelangt waren. Wir sind aktiv, das spüren die Leute hier. Alles wird nach und nach“, bekräftigt der WIS-Chef.
Wer sich die neuen Räume der Villa Lebensbogen anschauen möchte, hat am 9. Mai zwischen 10 und 14 Uhr bei einem Tag der offenen Tür Gelegenheit dazu.
Anmerkung: Im obigen Text wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit ausschließlich die männliche Form verwendet. Sämtliche geschlechtsspezifischen Bezeichnungen beziehen sich jedoch immer gleichermaßen auf alle Geschlechter.
